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MPEG-1 |
![]() MPEG-1Titel: Coding of moving pictures and associated audio for digital storage media at up to about 1,5 Mbit/s Die Entwicklung von MPEG-1 hat 1988 begonnen und ist seit Anfang der 90er-Jahre in einer ersten Generation von Produkten zur Anwendung gekommen. Schwerpunkt von MPEG-1 ist die Kodierung bei Datentransferraten, die durch die damals gebräuchlichen Parameter für die CD-ROM (Video) und ISDN (Audio) vorgegeben waren. Mit Ausnahme der MP3-Audio-Kodierung ist MPEG-1 mittlerweile von untergeordneter Bedeutung, da die zugrunde liegenden Annahmen über maximale Datentransferrate, Speichervolumen der Datenträger und Zwischenspeicherkapazität überholt sind. Mittlerweile lassen sich auch die wesentlich anspruchsvolleren MPEG-2-Datenströme softwareseitig auf Standard-PCs dekodieren. Anwendungen MPEG-1:MP3-Player (MPEG-1 Audio Layer III) Die reine Layer-3-Audio-Kodierung von MPEG-1 stellt die bis heute erfolgreichste Anwendung dar. Mittlerweile greifen auch hier Erweiterungen und Weiterentwicklungen (z.B. AAC). Audio On Demand (MPEG-1 Audio Layer III) Die ersten Projekte für Audio-On-Demand-Services haben mit zwei parallelen ISDN-Leitungen gearbeitet. Dadurch ließ sich eine Versorgung der Kunden in Echtzeit realisieren. Diese Rahmenparameter lieferten u.a. die maßgeblichen Grenzwerte bei der Dimensionierung des dritten Audio-Layers. DCC (Digital Compact Cassette; MPEG-1 Audio Layer II) Die DCC sollte als digitales Nachfolgesystem zur analogen Kassette dienen. Das lineare Bandsystem arbeitete mit Audio Layer 2 und war bei geeigneter Enkodierung in der Lage CD-ähnliche Qualität zu erreichen. Im Gegensatz zu dem damaligen Konkurrenzsystem MiniDisc (Sony), das anstelle von MPEG-1 ein ATRAC-Format einsetzt, konnte sich die DCC nicht am Markt durchsetzen. CD-I FMV (CD-Interactive Full Motion Video) Die CD-I, ein für Heimanwendungen vorgesehener interaktiver CD-Player mit multimedialen Funktionen, ist eine der ersten direkten Anwendungen von MPEG-1-Video gewesen. Das CD-I-System basierte auf der einfachen Standardgeschwindigkeit für die Audio-Wiedergabe (2324 Byte/Frame = 174.300 Byte/s) und hat damit die Rahmenbedingungen für die maximale Übertragungsrate von MPEG-1 gesetzt. Das CD-I-System konnte sich nicht am Markt etablieren. CD-ROM-XA-Video Um eine ausreichende Rechenkapazität mit der geforderten Echtzeitfähigkeit zur Verfügung zu stellen sind spezielle Lösungen mit separaten Hardware-Dekodern erschienen. Aufgrund des Preises und der begrenzten Qualität von MPEG-1 erreichten diese Produkte keine größere Verbreitung. Für die Vorgaben bezüglich der Datentransferrate gelten die gleichen Aussage wie bei der CD-I erwähnt. |
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